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01.12.2019

Dorfweihnacht in Weißenbrunn



Um 14:00 Uhr begann mit Kaffee und Kuchen und dem Verkauf von liebevoll hergestelltem Adventsschmuck, Likören, Marmeladen, Mützen und anderen schönen Dingen der kreativen Weißenbrunner Dorffrauen die Dorfweihnacht in Weißenbrunn.
Im Stodl lief der Verkauf von Losen für die Tombola und jeder konnte sein Glück auf die Probe stellen.


Gegen 15:00 Uhr begrüsste die Sängerliebe mit dem Lied "Wir grüßen euch alle" die anwesenden Gäste. Mit Liedern wie "Unter dem Schneegebirge", "Jingel Bells" oder "Winterwunderland" wurden die Gäste auf die Adventszeit eingestimmt.
Bürgermeister Joachim Lang sprach sein Grußwort und Pfarrer Bernd Popp beleuchtete die Herbergssuche von Maria und Josef zur Zeit von Jesu Geburt.


Die Kinder und Jugendlichen der Tanzfabrik des FSV Weißenbrunn zeigten verschiedene Showtänze in verschiedenen Altersgruppen. Die Kinder der Kindertagesstätte trugen Ihre Lieder (zum Teil von Irene Geitner komponiert und vertont) begeistert und mit Schwung vor. Im Anschluss wurden sie vom Nikolaus überrascht und mit Schokolade belohnt. Auch Pfarrvikar Pater Praveen Jobs ließ es sich nicht nehmen, sich den Weihnachtsmarktbesuchern vorzustellen. Inzwischen liefen der Glühwein- und Bratwurstverkauf vor dem Stodl auf Hochtouren. Die Dorfweihnacht wurde, wie jedes Jahr, in Zusammenarbeit der Weißenbrunner Vereine auf die Beine gestellt und fand auch aufgrund des trockenen Wetters, viel Zulauf.

24.09. bis 01.10.2019

Chorreise nach Litauen und Lettland


Mit 73 Personen unternahm der Projektchor Sängerliebe Weißenbrunn unter der Leitung von Günther Kuhn eine 8-tägige Chorreise in die baltischen Länder Litauen und Lettland. Der überwiegende Teil der Reisenden flog ab Frankfurt in die Litauische Hauptstadt Vilnius, wo er von der lokalen Reiseleitung begrüßt wurde. Ein kleinerer Teil der Gruppe zog es vor, per Bus nach Kiel und mit der Fähre ins Litauische Klaipeda zu reisen.
Die Flugreisenden fuhren während dieses Tages von Vilnius über Kaunas nach Palanga, dem größten und bekanntesten Seebad Litauens. Hier schlenderten die Reisenden durch die Fußgängerzone zum Strand mit der Seebrücke in die Ostsee und genossen die erfrischende Seeluft. So mancher suchte am Sandstrand nach angespültem Bernstein – leider vergeblich.
Am späten Nachmittag ging es weiter nach Klaipeda, dem früheren Memel. Hier trafen die Flugreisenden mit den Schiffsreisenden am Denkmal des hier im 17. Jahrhundert geborenen Dichters Simon Dach zusammen und die 44 Sängerinnen und Sänger stimmten vereint das von ihm getextete Lied "Ännchen von Tharau" an. Anschließend unternahm man gemeinsam eine Stadtführung durch Klaipeda, der einzigen Hafenstadt Litauens, die im 13 Jahrhundert durch den Livländischen Orden (einem eigenständigen Teil des Deutschen Ordens) gegründet wurde. Im und nach dem 2. Weltkrieg wurden in der Stadt viele Gebäude zerstört, so dass heute noch einige original-historischen Bauten aus der Zeit des 17. bis 19. Jahrhunderts, die nach der Wende in Litauen restauriert wurden, zu sehen sind.

Am folgenden Tag setzte die Reisegruppe mit der Autofähre zur Kurischen Nehrung über. Dort führte der Weg durch das Naturschutzgebiet zum Thomas-Mann-Haus und auf die großen Dünen, von denen sich den Reisenden eine wunderschöne Aussicht über die Landzunge auf die Ostsee auf der einen Seite und das Haff auf der anderen bot. Anschließend besuchte man den Ort Nidden mit seinem kleinen Hafen und wunderschönen Fischerhäusern und genoss mittags die lokalen (Fisch)-Spezialitäten.
Nachmittags setzte man die Reise durch die landwirtschaftlich geprägte Landschaft Litauens Richtung Lettland fort. Am späten Nachmittag erreichte die Gruppe den berühmten und beeindruckenden, teilweise auch bedrückenden "Berg der Kreuze" an dem zig-tausend Kreuze von Litauern und Besuchern aus aller Herren Länder aufgestellt wurden und täglich mehr werden. Sie sollen Ausdruck der Erinnerung, aber auch der Hoffnung der Menschen darstellen. Nicht zuletzt stellen diese Kreuze auch ein Zeichen des Widerstandes gegen die russische Besatzung im vergangenen Jahrhundert dar. Zusammen mit dem parallel reisenden Projektchor der Chorakademie des fränkischen Sängerbundes wurde ebenfalls ein kleines Holzkreuz aufgestellt und mit dem gemeinsam gesungenen "Dona Nobis Pacem" musikalisch "enthüllt". Im Anschluss wurde die Fahrt in die lettische Hauptstadt Riga fortgesetzt, wo man am Abend eintraf.

Der nächste Tag begann nach dem Frühstück mit einer Führung durch die Altstadt der ehemaligen Hansestadt Riga. Beeindruckende Häuserfassaden des Jugendstils, alte Handelshäuser, die an die Blütezeit der Hanse erinnern, und große Kirchenbauten zeugen von der großen politischen und wirtschaftlichen Bedeutung, die Riga im Laufe der Jahrhunderte hatte. Am Abend trafen sich die beiden parallel reisenden Projektchöre Sängerliebe Weißenbrunn und Chorakademie des Fränkischen Sängerbundes sowie der regional bekannte, lettische Männerchor "Tevzeme" im denkmalgeschützten Haus der früheren Handwerkerzünfte, der "Kleinen Gilde", zu einem Begegnungskonzert. Die neun Liedvorträge des Projektchores Sängerliebe Weißenbrunn wurden vom Publikum mit viel Applaus bedacht.

Der folgende Tag stand im Zeichen der Weiterreise nach Süden durch die sanft hügelige Landschaft Lettlands zurück nach Litauen, in die Hauptstadt Vilnius. Während den Fahrten erhielten die Reisenden ausführliche Informationen zu den geschichtlichen Hintergründen und den kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen in den beiden baltischen Staaten.

Am nächsten Tag, es war Sonntag, stand zuerst der mittägliche Gottesdienst in der barocken Kasimir-Kirche im Fokus, den der Projektchor Sängerliebe Weißenbrunn gesanglich mit Chorälen aus der Deutschen Messe "Wohin soll ich mich wenden" und "Sanctus", sowie "Lobsinget Gott dem Herren (Tollite Hostias)" und dem Kanon "Dona Nobis Pacem" mitgestaltete.
Im Anschluss an den Gottesdienst erfreute der Projektchor die zahlreichen Gottesdienstbesucher mit einem Konzert auch weltlicher Lieder, die beim Publikum guten Anklang fanden. Am Nachmittag erkundeten die Reisenden unter kompetenter Führung die Altstadt Vilnius, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Mit ihren Bauwerken aus der Zeit des Barock, der Renaissance aber auch gotischen und klassizistischen Bauten, den Prachtstraßen, aber auch den kleinen mittelalterlichen Gässchen bezauberte sie die Besucher.
Am Abend lauschte man dann im historischen Lehrerhaus einem Begegnungskonzert des Projektchores der Chorakademie des Fränkischen Sängerbundes mit einem litauischen gemischten Chor, das ebenfalls guten Anklang bei den Zuhörern fand.

Der nächste Tag führte die Reisenden nach Kaunas. Diese Stadt gehörte historisch ebenfalls der Hanse an und war zwischen den beiden Weltkriegen provisorische Hauptstadt Litauens. Aus der bewegten Geschichte sind heute noch viele Bauwerke zu bewundern, wie das historische Rathaus, die Peter-und Paul-Kathedrale, Jesuitenkirche, St-Georgs-Kirche und die Ruine der Burg.
Am Nachmittag fuhr man nach Trakai, mit seiner ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert stammenden, wiederholt zerstörten und wieder aufgebauten Wasserburg. Der Ort liegt in einer Seenlandschaft, die von den Bewohnern Vilnius als Naherholungsgebiet genutzt wird. Die Besonderheit des Ortes, der im 14. Jahrhundert für ein paar Jahre auch Hauptstadt war, sind die typischen Holzhäuser der in Litauen nur wenige hundert Menschen zählenden Volksgruppe der Karaimen, die Nachfahren der von der Krim stammenden Leibgarde des Fürsten Vytautas sind.

Während die Gruppe der Reisenden, die mit der Fähre zurück nach Kiel und von dort aus mit dem Bus nach Weißenbrunn fuhren, ihre Fahrt nach Klaipeda fortsetzten um am Abend die Fähre zu besteigen, fuhren die "Flugreisenden" wieder nach Vilnius zurück. Dort konnte man am nächsten Tag noch einen ausgedehnten Bummel durch die Hauptstadt Litauens machen und die Eindrücke vertiefen, ehe es am Nachmittag zum Flughafen zum Rückflug nach Frankfurt ging. Nach einem ruhigen Flug wartete auch hier der Bus zur Fahrt nach Weißenbrunn, wo beide Gruppen in der Nacht wieder wohlbehalten eintrafen.

Copyright
      Bericht - Peter Dietl
      Bilder - Stefan Kaspar

© 2018 Gesangverein Sängerliebe Weißenbrunn 1886 e. V.